15./16. Juni 2017 | festival contre le racisme 2017 an der FU

Auch in diesem Jahr wird es an der FU ein Festival gegen Rassismus geben. Dieses beginnt am 15. Juni mit Vorträgen und Diskussionen im Otto-Suhr-Institut in der Ihnestraße 22. Am 16 Juni folgen ein Workshop im Mensa-Foyer und ein Konzert im Theaterhof der Silberlaube. Auf der Bühne werden stehen: MSOKE (Afro-Soul, Reggae), Berlin Boom Orchestra (Reggae, Ska), Femme Krawalle (Punk) und Le Monde est en Flammes (Hip-Hop). Den ganzen Juni über wird im Foyer vorm Hörsal 1a der Rost- & Silberlaube die Ausstellung "Man hat sich hierzulande daran gewöhnt …“ über Antisemitismus im heutigen Deutschland zu sehen sein. Das gesamte Programm findet sich hier.

Auch den Aufruf zum Festival wollen wir hier dokumentieren:

Warum fclr 2017?

Rassismus hat gesellschaftlich eine breite Zustimmung in der Bevölkerung. Das zeigt nicht bloß, dass die AfD bald in allen Landesparlamenten vertreten ist. Auch auf der Straße sorgen Gewalttäter*innen dafür, dass als „nicht-deutsch“ Identifizierte Angst haben müssen. Auch am 17. Juni mobilisieren „Neurechte“ europaweit zu einem Aufmarsch nach Berlin. Vor Ort tragen rot-rot-grüne Charaktermasken den BILD-Kampagnensticker „Refugees Welcome“ auf der Brust, während sie das Bundesland mit der höchsten Ablehnungsquote von Asylanträgen regieren und damit unterstreichen, dass auch die verstümmelten Reste des Grundrechts auf Asyl keinen Wert in dieser Metropole haben. An der FU manifestiert sich die Katastrophe als gesellschaftliche Normalität darin, dass der Henry-Ford-Bau immer noch nach einem Antisemiten benannt ist, von dem Adolf Hitler einst schwärmte und noch immer kein aktives Gedenken für den ermordeten Studenten Mahmud Azhar von Seiten der FU stattfindet. Das festival contre le racisme 2017 wird diesen Zuständen nur mittelbar etwas entgegensetzen können und die Teilnehmenden hoffentlich zum Denken und Handeln anregen. Im Fokus stehen dieses Jahr die Analyse rassistischer Ideologien. Das abschließende Konzert im Theaterhof  der Rost- und Silberlaube soll die Möglichkeit bieten ohne Eintritt und möglichst frei von Diskriminierung sowohl gute Musik zu hören und dazu tanzen, als auch mit antirassistischen Initiativen ins Gespräch zu kommen.
Letzte Änderung am 07.06.2017 15:05 Uhr
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