Liebe Erstsemester
Donnerstag, 15 September 2016 17:36 Uhr

Seite 5 von 6Finanzielles: Jobs neben dem Studium

Obwohl 87% der Studierenden finanziell von ihren Eltern unterstützt werden (siehe Sozialerhebung 2012 des Studentenwerks, S. 21), ist nicht auszuschließen, dass Du vielleicht nicht dazu gehörst oder aber einfach ein paar Euros neben dem Studium zur Eigenfinanzierung verdienen willst. Daher haben wir in aller Kürze ein paar Tipps und Infos zum Thema zusammengestellt.

Welche Möglichkeiten habe ich?

Grundsätzlich kannst Du Dir Dein Studium auf verschiedenen Wegen finanzieren: Entweder finanzieren Dich Deine Eltern komplett, Du erhälst BaFöG, nimmst einen Studienkredit (z.B. bei der KfW) auf, hast ein Stipendium, gehst arbeiten oder nutzt eine Kombination dieser Möglichkeiten. Zum Thema BaFöG und KfW sowie Stipendien wollen wir an dieser Stelle weniger schreiben, sondern vielmehr die verschiedenen Jobmöglichkeiten in Berlin aufzeigen.

Bevor Du Dich auf die Jobsuche begibst, ist es wichtig, sich folgende Frage zu stellen: Welche Zeit- und Einkommenslimits habe ich?

Lohnlimit Wer BaFöG bezieht, muss darauf achten, dass der Monatsbruttolohn nicht über die relevante Grenze von 400 EUR / Monat reicht (genauere Angaben beim Studentwerk). Ansonsten gilt ein Steuerfreibetrag von rund 8.500 EUR / Jahr (ca. 700 EUR / Monat). Wir sind keine Experten, daher zum Thema Steuern im Zweifel lieber noch bei wirklich Fachkundigen Infos einholen!

Stundenlimit Zeitlich darfst Du als Vollzeitstudent maximal 20 Std. / Woche arbeiten, um nicht die Immatrikulation zu riskieren. Ausgenommen ist dabei aber die vorlesungsfreie Zeit (zwischen den Semestern). Während dieser kannst Du auch 40 Std. in der Woche arbeiten, wenn's sein muss (und die Hausarbeiten nicht drunter leiden).
Sicherlich sollte Dein Studium im Vordergrund stehen! Es lässt sich aber sagen, dass - neben den weitverbreiteten 40-Std-Pro-Monat-Jobs - auch die mit 16 Std. / Woche (60- und 80-Std.-Verträge), also zwei Arbeitstage, nicht zwangsläufig das Studium in die Länge ziehen. Letztlich hängt das aber von Deinem persönlichen Empfinden und Organisationskünsten ab.

Wenn Du Dir über Deine Limits im Klaren bist, stellt sich anschließend die Frage: In welchem Bereich suchen und welche Beschäftigungsform?

Welche Beschäftigungsformen sind üblich und wo suchen?

Die Beschäftigungsformen sind recht vielfältig, lassen sich aber Erfahrungsgemäß zunächst darauf reduzieren, ob Du dauerhaft per Vertrag angestellt bist oder selbstständig "auf Rechnung" arbeitest (informelle Arbeit lassen wir hier mal außen vor...). Entweder erhälst Du also auf vertraglich geregelter Stundenbasis einen festen Lohn oder arbeitest nach Bedarf oder Können auf flexibler Zeitbasis.

Arbeitgeber Die Unterschiede der Beschäftigung lassen sich häufig auch mit bestimmten Branchen oder Bereichen verknüpfen. Ganz grob (Vollständigkeit würde den Rahmen sprengen) könnte man die drei Bereiche freie Wirtschaft, Unis und Organisationen voneinander unterscheiden. Im ersten Fall wäre damit neben Bürotätigkeiten auch der Servicebereich (also z.B. Gastronomie, Bau, Promotion, Messen etc.) mit eingeschlossen. An den Unis kannst Du einerseits an den Instituten (z.B. für Professor_innen) oder andererseits in einer Serviceeinrichtung (z.B. Bibliothek, Info-Büros) tätig werden. Organisationen, wie NGOs, bieten ebenfalls Stellen für Studentische Beschäftigte - gerade für angehende Geograph_innen keine schlechte Wahl!

Löhne Je nach Branche sind unterschiedliche Lohnniveaus üblich. Als Anhaltspunkt lässt sich dazu kurz und knapp festhalten: Die freie Wirtschaft zahlt in aller Regel weniger Geld (erfahrungsgemäß). Gerade im Gastro-Bereich sind die Löhne in Berlin generell sehr niedrig angesiedelt, sodass Du auf Trinkgelder angewiesen sein wirst. Ein besonderes Merkmal in Berlin ist hingegen an den Unis der Tarifvertrag für Studentische Beschäftigte - nach unseren Infos einzigartig in der Republik: Er garantiert Dir z. Zt. einen Brutto-Stundenlohn von 10,98 EUR (s. Personalrat Stud. Besch. FU).

Jobportale und -anzeigen Letztlich kommt es - neben den eigenen Vorstellungen, ob Büro- oder Praxisjob - darauf an, wo Anzeigen und Ausschreibungen zu finden sind. Dazu kurz die folgende Liste mit ein paar Links zu entsprechenden Angeboten:

Darüber hinaus haben wir auch noch einige Links unter dem Menüpunkt 'Links' zum Thema Jobs und Praktika! Außerdem empfiehlt sich immer die Anmeldung in Emailverteilern über die Stellenangebote verschickte werden, wie z.B. unserem GeoInfo-Verteiler. Nie verkehrt ist darüber hinaus die Offensive: Den Hörer in die Hand nehmen und bei Betrieben und Unternehmen direkt anfragen, ob es Bedarf über Ausschreibungen hinaus gibt.

Letzte Änderung am 15.09.2016 17:36 Uhr
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